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July 1, 2010

Diabetus mellitus – klassische Erklärungen aus der Schulmedizin

Filed under: Diabetes — heidi @ 02:11

Zuerst ein paar Links:  

  • Blood pressure goals for diabetics — too tough? By Julie Steenhuysen, Reuters July 6, 2010: “What we found was that the tight control group — those with systolic blood pressure of 130 — did no better with regard to the overall outcome of death, heart attack or stroke. There was no difference, and in fact those they may have done a little worse,” Cooper-DeHoff said in a telephone interview.
  • Diabetes primer, By Margaret Munro, not dated: “Pre-diabetes” means the body’s cells are not responding properly to insulin, and sugar levels in the blood begin to rise. Left unchecked, more tha half of people with pre-diabetes develop full-blown diabetes within eight to 10 years.
  • International Diabethes Federation.
  • Adult-Onset Diabetes mellitus: on Google-search;
  • European Foundation for the Study of Diabetes EFSD (Europäische Stiftung für Diabetesforschung): auf de.wikipedia und auf deren Website;
  • Deutsche Diabetes Gesellschaft.

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*****

Diabetes Mellitus auf de.wikipedia:

- Ursachen Typ 1:

  • (Nachfolgendes gilt meines Erachtens auch für 2):
  • … Vitamin-D-Ergänzung bei Kleinkindern beugt nicht nur Rachitis vor, sondern kann das spätere Diabetesrisiko verringern. Kinder, die hohe Dosen erhielten, hatten dabei das geringste Erkrankungsrisiko. Seit 1990 hat sich die Diabetes-1-Inzidenz in Industrieländern nahezu verdoppelt. Länder mit niedriger UVB -Sonnenstrahlung haben eine hohe Rate von Neuerkrankungen. [20]

- Ursachen Typ 2:

  • … Ein weiterer Faktor im Krankheitsgeschehen ist eine erhöhte körpereigene Glukoneogenese (Zuckerbildung) in der Leber (s.o.). Das Hormon Insulin hemmt, das Hormon Glucagon steigert die Glukoneogenese in der Leber. Glucagon, das durch die Steigerung der Zuckerneubildung den Blutzuckerspiegel anhebt, wird vermehrt als Antwort auf den Zuckerbedarf in den Körperzellen gebildet. Auch Stresshormone wie Katecholamine und Glukokortikoide – daher der Name – steigern physiologischerweise die Glukoneogenese. Außerdem betrifft die angeborene Insulinresistenz auch die Leberzellen, die auf die hemmende Insulinwirkung kaum reagieren und zu viel Zucker ins Blut entlassen.
  • Ein hoher Vitamin-D-Spiegel geht mit einem halbierten Diabetesrisiko einher, wie eine systematische Übersichtsarbeit mit 28 Studien und zusammen fast 100.000 Teilnehmern ergab. Das metabolische Syndrom war bei Probanden mit hohem Vitamin-D-Spiegel ebenfalls nur halb so häufig wie bei Teilnehmern mit wenig Vitamin D im Blut.[25] …
  • … Nach aktuellen Studien sind mindestens 3 mal in der Woche für mindestens 30 Minuten leicht anstrengende Bewegung notwendig, um Stoffwechselstörungen wie z.B. der Zuckerkrankheit vorzubeugen bzw. nachhaltig zu beeinflussen …

Lebensstil:

  • - LOHAS – Lifestyle of Health and Sustainability auf wikipedia: (Lebensstil für Gesundheit und Nachhaltigkeit). Es steht für einen Lebensstil oder Konsumententyp, der durch sein Konsumverhalten und gezielte Produktauswahl Gesundheit und Nachhaltigkeit fördern will.
  • Häufig handelt es sich um Personen mit überdurchschnittlichem Einkommen.[1] In den Vereinigten Staaten sollen ungefähr 30 Prozent der Verbraucher diesem Typ entsprechen, in Deutschland etwa 15 Prozent. LOHAS-Konsumenten sind beispielsweise Natur- und Outdoor-Urlauber, Kunden von Bioläden oder Biosupermärkten. Ihre Motive ähneln denen der Slow-Food-Bewegung, sie lehnen die „Geiz ist geil“-Mentalität strikt ab.
  • In den USA wurde das Phänomen im Jahr 2000 erstmals von dem Soziologen Paul Ray in dem Buch The Cultural Creatives:
    How 50 Million Are Changing The World
    beschrieben, in Deutschland wurde es durch Eike Wenzel und durch Matthias Horx
    Zukunftsinstitut mit der Studie „Zielgruppe Lohas“ 2007 populär. [2 = Januar 2008) Kultur SPIEGEL 2/2008 vom 28. Januar 2008, Seite 18]
  • Der Begriff LOHAS ist jedoch umstritten, da manchen Kritikern die Verknüpfung von bewusstem, oft hochwertigem Konsum mit Nachhaltigkeit zweifelhaft erscheint. Einige Vertreter der traditionellen Umweltbewegung sehen darin den Versuch, dem Konsumismus ein neues, zeitgeisttypisches Image zu geben. Andere wie der Kulturwissenschaftler Nico Stehr dagegen loben die neue Macht von „Moralisten“. Er sieht einen gut vernetzten, globalen Trend, der durch bewussten Konsum und Verzicht Druck auf die Industrie ausüben könne.
  • In Anlehnung an LOHAS wird der Lebensstil des Einfachen Lebens auch als LOVOS („Lifestyles of Voluntary Simplicity“) bezeichnet. Die Motive beider Lebensstile überschneiden sich, wobei LOVOS einen bewussten Konsumverzicht anstreben. In den Vereinigten Staaten existiert zudem der Begriff „Scuppie“ für „socially conscious upwardly-mobile people“.
  • Als eine Untergruppe der LOHAS zeichnen sich die PARKOS, also Partizipativen Konsumenten, ab. PARKOS sind LOHAS mit einer hohen Affinität zu neuen Medien und dem Web 2.0.

Therapie (Typ 2):

  • Beim Typ-2-Diabetes muss die erhöhte Insulinresistenz durch Gewichtsabnahme und vermehrte Bewegung verringert werden. Eine medikamentöse Therapie sollte dabei erst nach Ausschöpfung dieser Maßnahmen erfolgen. Der Blutzucker sinkt bei jedem Patienten, der Übergewicht abbaut, prozentual im Mittel deutlicher als der Blutdruck. Etwa die Hälfte aller neu diagnostizierten Diabetiker erreichen durch eine Gewichtsabnahme von 10 kg eine [Remission (Medizin)|[Remission]] (normaler Nüchternblutzucker). Diesen Erkenntnissen zum Trotz wird in Deutschland eine Lebensstiländerung zu selten erwogen, geschweige denn realisiert. Auch in der neuen Leitlinie der Deutschen Diabetesgesellschaft ist dieses Vorgehen nicht mehr vorgesehen. [31]
  • Allerdings zeigen neue Studien für Metformin, dass ein frühzeitiger Beginn Spätschäden vorbeugen kann. Auch für die neuartigen DPP4-Hemmer zeigen erste Untersuchungen, dass die Funktionsfähigkeit der B-Zellen der Bauchspeicheldrüse möglicherweise länger erhalten bleibt, wenn frühzeitig mit der Behandlung begonnen wird (aus Symposien der 45. Deutschen Jahrestagung der Deutschen Diabetesgesellschaft in Stuttgart 2010)

Zur medikamentösen Therapie gibt es verschiedene Therapieansätze (s. u.).

  • Je besser es gelingt, die Blutzuckerwerte zu normalisieren (vor einer Mahlzeit unter 120 mg/dl, danach unter 180 mg/dl), umso geringer ist die Gefahr von Komplikationen.
  • Da der Typ-2-Diabetes im Rahmen des metabolischen Syndroms häufig mit einem Bluthochdruck vergesellschaftet ist und der Bluthochdruck die Spätfolgen, vor allem an den Augen, den Nieren und den großen Blutgefäßen, weiter forciert, muss der Bluthochdruck rechtzeitig erkannt und behandelt werden. Insbesondere bezüglich der makrovaskulären Risiken wie Herzinfakrt oder Schlaganfall ist die optimale Blutdruckeinstellung sogar noch wichtiger als eine Optimierung des Zuckerstoffwechsels. Für die mikrovaskulären Risiken der Augen und der Nerven gilt allerdings die Optimierung des Blutzuckers.
  • Auch bei Typ-2-Diabetikern hilft eine regelmäßige Selbstkontrolle der Blutzuckerwerte, eine Life-Style-Änderung nachhaltig einzuhalten. Die ROSSO-Studie hat nachgewiesen, dass es zu einem deutlichen Rückgang von Folgeerkrankungen und zu einer erheblichen Senkung der Todesrate kommt.[32] … (der Rest wird als medikamentöser Quatsch zelebriert).

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