Mein Schreibstuben-Blog

December 22, 2009

Leserbrief an Seiler-Spielmann zu Dunkle Seiten der UFO’s

Filed under: Leserbriefe, von mir an jemand — heidi @ 02:11

(Irgendwann in den tiefen achziger Jahren geschrieben, Zeit für mich nicht mehr eruierbar).


Sehr geehrte Frau Seiler-Spielmann, Die Aussage Ihres Artikels, die grauen, sich verselbständigten Roboter-Ausserirdische, deren Erbauer verschwunden sind, seien das absolute Böse, kann ich in einem Punkt nicht so stehen lassen.

Etwas absolut Böses existiert nicht. Prinzipiell ist etwas auch noch so stark Destruktives immer eine Kreation von denkenden, schöpferischen Wesen. Und jede Kreation hat immer einen Anfang. Und somit zwangsläufig auch ein Ende einprogrammiert, was ihre Absolutheit negiert.

Ob diese kleinen grauen Wesen jetzt aber einfach verschwinden sollen, damit es uns wieder bequemer geht, gehört sicher zu unserer vereinfachten Luxus-Haltung gegenüber dem Leben. Natürlich dürfen wir es uns dort bequem machen, wo es Sinn macht. Aber (noch) nicht dort, wo es etwas zu lernen gilt. Unsere Menschheit kann sich in Bezug auf geistiger Weiterentwicklung noch lange nicht auf Lorbeeren ausruhen.

In Goethe’s Faust lernen wir: das Böse ist dazu da, das Gute malgre lui zu schaffen. Im Klartext zu diesen grauen Männchen:

Sie sind dazu da, uns zu zwingen, so positiv zu werden, dass wir stärker werden als sie.

Wir werden unsere rassante technologische Weiterentwicklung nicht stoppen können und auch gar nicht wollen, trotz Umkehrdenken. Um eine sich exponentiell entwickelnde Technologie zu verwalten, wird eine klar konstruktive Lebenshaltung unumgänglich. Wir müssen stärker werden als diese Männchen, weil wir nämlich genau diese Dämonen in uns selber tragen.

Von aussen gesehen können wir uns die ganze Menschheit als ein einziges Wesen vorstellen. Betrachten wir doch einfach diese grauen Männchen als die ‘Hüter der Schwelle’, welche das Universum zulässt, auch um sich mit ihnen vor uns (noch) zu schützten. DARUM müssen wir Vergangenes aufarbeiten, statt eventuell den Gedanken aufkommen zu lassen, sie einfach abzuschieben, also vernichten zu wollen.

Denn, wenn nicht nur unser Planet, sondern auch dieses ganze Universum als ein, wie wir heute annehmen dürfen lebendiges, in sich abgeschlossenes Wesen gesehen werden darf, dann besitzt dieses, wie alle lebendigen Wesen, seine selbstregulierenden Reinigungsmechanismen. Was Goethe in seinem Satz vage umschrieb.

Sie haben es selber angedeutet: eine in sich durch zu viel Bosheit zerfallende Menschheit geniesst nicht die gleichen Rechte wie eine, welche das Leben selber schützt. Dies zu den gentechnologischen Experimenten dieser Männchen. Und was machen wir denn mit der Gentechnologie? Sind wir als Menschheit denn so über alle Zweifel erhaben? Sicher darf man uns antun, was wir dem Leben, also auch Foeten, antun.

Und damit wäre eine Brücke zur Akzeptanz der kleinen grauen Männchen geschlagen und das Wichtigste gesagt.

Ueberhaupt ist es problematisch, über gute und weniger gute Ausserirdische zu polemisieren. Wenigstens aus unserer Stellung heraus. Denn auch die sogenannten ‘Aufgestiegenen Meister’ mit Namen wie Saint Germain und El Moyra usw sind Ausserirdische, welche Gentechnologie mit uns betreiben. Und zwar gewaltig. Wenn auch sicher auf einer anderen Ebene als die grauen Männchen … //

… Ueberhaupt frage ich mich, ob es Ausserirdische gibt, die NICHT gentechnologisch basteln. Vergessen Sie nicht, in der Bibel steht: der Mensch wird (im apokalyptischen Zeitalter) sein wie Gott. Was ist dessen Privileg? Doch die Gewalt über Leben und Tod. Die Möglichkeit zur Selbstzerstörung haben wir geschaffen. Das Leben zu kreieren ist mit der Gentechnologie auch uns praktisch zugänglich geworden. Womit wir langsam in den Rang von allen diesen schon lange um uns herumfliegenden Ausserirdischen aufsteigen. Fragt sich nur noch, WIE wir damit umgehen.

Weiter: wir können je länger je weniger über Ausser- oder Innerirdische diskutieren, ohne die Botschaft der Elohim zu kennen. Zugegeben, diese Botschaft wird von allen Verfechtern einer konservativen spirituellen Lehre verworfen, u.a. wahrscheinlich durch ihre angstmachende Betrachtungsweise über die Rolle der Gentechnologie der Elohim am Anfang unserer aktuellen spezifischen Menschheit, über unserer Vernetzung zu anderen Menschheiten bzw unser Sitzengelassenwerden durch die Elohim, die als die Herrscher des Universums dargestellt werden. Auch deren Haltung inbezug auf Erziehung, Roboterwesen, Verwaltung einer Menschheit sind uns recht unverdaulich. Aber vor allem werden unsere Vorstellungen über Gott und Satan stark strapaziert. Auch die ganze Wiedergeburtslehre löst sich dort in nichts auf, das heisst wird als poetischer Kompensationsmechanismus durchschaut, gleich wie viele Teile aus der Bibel.

Und das schlimmste: plötzlich wird Gott, der Schöpfer der Menschheit und alles Lebens auf Erden, ganz banal zu einer ausserirdischen Menschheit, deren paar kautzige Aussenseiter rechtlos in ihrer Ecke unsere Vorfahren einfach gentechnologisch gebastelt haben. Keine Spur vor esotherisch hochgeschraubten Nirvanaträumen überiridsch herumflatternder Gottwesen. Wir lesen von beinhart streitenden Menschen, die unter sich um ihre Weltvorstellungen kämpfen. Auf unserem Buckel. Die Botschaft der Elohim ist also nicht unbedingt leicht verdauliche Kost bei schon fest verankerten Ideen.

Ein einfacher Selbst-Test, ob man für diese Botschaft reif ist: was passiert, wenn alles bisher Geglaubte über Gott und das Universum nicht stimmt? Halte ich das nicht aus und bringe ich mich dann um? Sie müssen mindestens mit der Anwort zögern, bevor Sie sich mit den zwei Büchern herumschlagen wollen.

Und doch, die Botschaft ist eine Lektüre wert, wenn auch nur, um unsere festgefahrenen Denkmechanismen etwas aufzurütteln. Ich sel­ber habe einige Jahre gebraucht, um die Zusammenhänge und ihren vollen Wert zu durchschauen. Dazu kommt, dass ich vermute, dass ganze Scharen von Ausserirdischen die Haltung der Elohim für sich selber als eine zu strenge erachten. Reiflich überlegt könnte es in Insiderkreisen der Ausserirdischen um nichts weniger als um das Menschheitsmodell gehen, welches graduell für diverse Bewusstseinsebenen gelten soll. Denn auch Ausserirdische sind nur Menschen und haben ihren Snobismus, wie wir. Und auch dieser Streit spielt sich zum Teil auf unserem Buckel ab.

Aber falls wir schlau genug sind, können wir die ganze Story auch als indirekte Entwicklungshilfe, d.h. als Unterscheidungshilfe zwischen Realität und Paradiesphantasmen, verstehen. Was echte Liebe überhaupt nicht ausschliesst. Denn diese produziert der Mensch unabhängig von der äusseren Realität, um das Universum warm und für sich und die übrigen Lebewesen bewohnbar zu machen.

Ihre Artikel zur hohlen Erde: ach, uns steht bevor, wie der Himmel uns nächstens auf den Kopf fällt. Wenn ich mir erträumen kann, selbständig auf einem Hundeschlitten zu den Göttern fahren zu dürfen, werden diese banal. Sobald wir wirklich erwachsen geworden sind, dürfen wir sie besuchen und KUONI wird uns ‘das Innere der Erde in 12 Tagen’ erleben lassen. Wir werden uns Götterträume BEWUSST selber herstellen müssen, statt sie vom Kosmos gratis und franko geliefert zu erhalten. Geniessen wir die letzten Tage der menschlichen Kindheit.

Sobald wir ‘alles wissen’, werden wir uns nur noch mit unserer von innen kommenden Liebesfähigkeit retten können.

Mit ganz lieben Grüssen

Bemerkung:

  • Diese Frau hatte bitterböse, aggressiv und persönlich beleidigend geantwortet und ist auf die Argumente überhaupt nicht eingegangen. Aber nicht nur bei mir, auch andere Leute haben solch unverschämte Briefe erhalten. Scheinbar war sie für solches Verhalten bekannt, auch Brigitta M. erhielt eine ähnliche Antwort.

Zusatz 30. September 2008:

  • Ich hatte ihr nie geantwortet.
  • Dieser Briefwechsel passierte irgendwann in den achziger Jahren, wahrscheinlich finde ich ihren Originalbrief in meine Archiven wieder, sobald diese durchgearbeitet sein werden … sorry, was noch Jahre dauern kann.
  • Damals hatte ich noch keine Ahnung von Verschwörungstheorien und sah alles durch die etwas rosa gefärbte Brille der Esotherik. Heute habe ich das meiste der Esoterik als Rauchwand* durchschaut, bin aber auch überzeugt, dass meine damalige positivistische Haltung eine Hilfe war, um Zerstörerischem trotzdem selbstbewusst begegnen zu können. Was einen Sinn macht, solange man nicht weiss, wie dieses Zerstörerische konkret verändert werden kann. Allerdings wird zu viel Positivismus dann ein Hindernis, wenn deswegen diese Veränderung nicht mehr in Angriff genommen wird.

Nachtrag am 22. August 2011: …

  • 1). Aus der heutigen Sicht von Verschwörungstheorien sind Esotheriker entweder in die Falle der Rainmaker** gelaufen … ganz wenige gehören wohl selber zu dieser Clique, dann wäre der aggressive Ton im Brief Teil des Programms.
  • 2). … und noch zur im Brief erwähnten, damals von mir gelobten Botschaft der ELOHIM: ok, inzwischen (d.h. im Jahre 1996) hatte ich mich dort endgültig abgeseilt und jenen Botschafts-GEBER in die Kategorie der uns Menschen gegenüber negativ gesinnten Rainmakers** eingeteilt … ja, ja … grinst nur …

* Rauchwand: Eine Rauchwand ist wie ein Minijupe. Der verdeckt das Wichtigste, bringt aber auf ein paar gute Ideen.

** Rainmakers: Jene, welche es fertig bringen, eine ganze Menschheit zu erpressen und zu uns schädlichen Handlungen zu zwingen, mit echten oder eingebildeten Drohungen … wie uns ruinierende Kriege im Irak oder in Afghanistan, oder jetzt die NATO, welche den ganzen vorderen Orient in den Griff bekommen wird, mit Hilfe dem Opfer von Aufständischen, deren Unterdrückung die westlichen Machthhaber zuerst sehr gut fertigbrachten.

Beispiel einer eingebildeten Drohung:

  • Im Mittelalter verloren die Adeligen mehr und mehr die Herrschaft über das Volk an die aufstrebende Clique der städtischen, reichen Handels-Grossbürger. Der Trick der Adeligen zur Wiedererlangung der Herrschaft über das Volk? Ganz einfach: sie besetzten den katholischen Kirchenadel, dann gab der Papst Bullen heraus, welche die Leute in wieder demütigere Haltungen zwangen. Das Selbstbewusstsein musste gestoppt werden, besonders jenes der Frauen, welche 1349 mit der Bulle gegen die Hexen total in die Knie gezwungen wurden und nach und nach wieder aus allen beruflichen, ausserhäuslichen Beschäftigungen verbannt wurden. Das Ganze entsprach einer eingebildeten Drohung, was das absichtlich dumm gehaltene Volk damals aber nicht durchschaute.

Fazit:

  • Heute passiert das Gleiche mit dem Glauben and die Reduktion des Energie-Verbrauchs, um uns wieder klein und niedlich zu  halten, anstatt unschädliche Energie-Konzepte endlich zu akzeptieren, welche schon vor Jahrzehnten erfunden wurden.
  • Siehe auch menschliche Reproduktionspolitik der katholischen Kirche in Drittwelt-Ländern …
  • oder der ganze Finanz-Skandal, der die Weltwirtschaft zerstört und uns alle real wieder arm machen wird, wenn wir das Ganze nicht als  Erpessung durchschauen.
  • Und wie damals gegen die diversen Papst-Bullen, so sind wir das Volk auch heute von einer selbstgewählten und von den Rainmakern erpressten Elite geführt und immer noch unfähig, selber uns aufzuraffen und Ordnung in diesen Sauladen zu bringen. Es ist eben leichter, mit ein paar Eso-Träumen abzutauchen.

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